Am 19. Mai 2019 stimmen Solothurnerinnen und Solothurner über die AHV-Steuervorlage und deren Umsetzung im Kanton Solothurn ab. Das doppelte JA ist ganz im Sinne des Solothurner Gewerbes. Die Gremien des Kantonal-Solothurnischen Gewerbeverbandes haben ihre Parolen jeweils einstimmig gefasst. Das Engagement der kgv-Mitglieder im kantonalen Komitee „SO machts vor“ ist mit einem Komitee-Mitglieder-Anteil von über 40% erfreulich hoch.

KGV

Die Gründe, welche für ein doppeltes JA sprechen, liegen auf der Hand. KMU, die als AG oder GmbH organisiert sind, werden spürbar entlastet. Die heutige durchschnittliche Gewinnsteuerbelastung sinkt von 21,4 Prozent auf 13,1 Prozent. KMU werden den internationalen Konzernen und Holdings somit steuerlich gleichgestellt. Das schafft Fairness.

Ein Gewinnsteuersatz von 13,1 Prozent bedeutet eine Stärkung der Solothurner Volkswirtschaft. Damit erzielt die Wirtschaft ein gesundes Wachstum und tiefe Arbeitslosigkeit. Einzelunternehmen profitieren deshalb ebenfalls. Auch sie sind auf eine prosperierende Gesamtwirtschaft angewiesen.

Der kgv ist sich bewusst, dass Einzelfirmen durch die Erhöhung der Kinderzulagen um 10 Franken jedoch etwas belastet werden. Diese Mehrkosten betragen für jeden Betrieb rund 0.06%. Die Erhöhung der Kinderzulagen wurde zudem von allen Gremien als Beitrag an die Familienpolitik gewertet. Gerade für Familienbetriebe und für familienfreundliche Klein- und Kleinstbetriebe ist diese Anpassung ein gutes Signal.

Die Teilbesteuerung von Dividenden wird auf Stufe Kanton nicht erhöht. Das ist wichtig, weil die Vermögenssteuer ab 1 Mio. Franken leicht angehoben wird.

Die nationale und kantonale Steuervorlage bringt nicht für jedes einzelne Unternehmen nur direkte Vorteile. Der Kantonal-Solothurnische Gewerbeverband betrachtet aber die Wirtschaft als ein solidarisches Ganzes. Mit einer gesunden Wirtschaft kann die Steuerbelastung tief gehalten werden. Die hohen Investitionen von rund 30 Millionen Franken in Bildung, Infrastruktur und Soziales sind nur finanzierbar, wenn unser Wirtschaftsstandort attraktiv bleibt.

Nichtstun ist keine Option! Die Schweiz und der Kanton Solothurn werden so oder so ihre Unternehmensbesteuerung anpassen müssen. Die gewählte Strategie ist eine echte Chance, dass sich der Kanton Solothurn aus der Abhängigkeit vom Finanzausgleich befreien kann. Weder im Kanton noch in den Gemeinden müssen Steuererhöhungen für natürliche Personen und Einzelfirmen befürchtet werden.

Der Kantonal-Solothurnische Gewerbeverband ruft die Bevölkerung und seine Mitglieder auf, zusammenzustehen und die beiden Vorlagen als Chance zu betrachten. Die 60-köpfige Präsidentenkonferenz, bestehend aus allen Präsidenten der lokalen Gewerbevereine und kantonalen Branchenverbände empfiehlt einstimmig und mit Überzeugung zweimal ein Ja in die Urne zu legen.

 

Symbolbild von Petra Bork / pixelio.de

 

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