Das neue Glücksspielgesetz sorgt für eine strikte Gesetzeslage in der Schweiz. Casinos, die sich im eigenen Land befinden, können weiterhin ihre Spiele anbieten, sofern sie eine Lizenz erhalten haben. Dies gilt nicht nur für landbasierte Einrichtungen wie die Spielbanken in Zürich und Neuenburg, sondern auch für Casinos, die im Internet ihre Spiele anbieten.

Martina Gloor

Das neue Glücksspielgesetz sorgt für eine strikte Gesetzeslage in der Schweiz. Casinos, die sich im eigenen Land befinden, können weiterhin ihre Spiele anbieten, sofern sie eine Lizenz erhalten haben. Dies gilt nicht nur für landbasierte Einrichtungen wie die Spielbanken in Zürich und Neuenburg, sondern auch für Casinos, die im Internet ihre Spiele anbieten. Seit dem 1. Januar 2019 können lokale Online Casinos eine Anfrage auf eine Lizenz stellen, die ab dem 1. Juli 2019 wirksam sein wird. Anbieter aus dem Ausland sind nicht zugelassen. Das Gesetz wurde bei einer Volksabstimmung im Juni 2018 befürwortet, wobei 73 % der Teilnehmer für die neue Regelung stimmten. Neben den Casinos und Spieleinrichtungen sind auch die Schweizer Wettanbieter aus dem Internet betroffen: Sie dürfen jetzt zum ersten Mal ihre Wetten online zur Verfügung stellen, was einen grossen Gewinn für diese Branche bedeutet.

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Führt das zu mehr Betrug?

Kunden könnten durch das neue Gesetz benachteiligt werden, da die Möglichkeit von Betrug besteht. Sind viele Spieleanbieter nun vom Schweizer Markt ausgeschlossen, könnte das zu illegalem Handeln führen. Schliesslich ist der Markt sehr lukrativ: Im Jahr 2017 lag der Bruttospielebetrag für die Casinos, laut Statista.com, bei 682 Mio. CHF. Eine nicht unbeachtliche Summe. Sind Nutzer nun potenziell mit mehr Betrug konfrontiert? Es sieht so aus als wäre dies nicht auszuschliessen. Es könnten mehr illegale Websites auftauchen und die Spielfreude gefährden. Genau deshalb ist es so wichtig, sich über seriöse Casinos zu informieren. Seriöse Websites, die Online Casinos im Test genauer untersuchen, wie betrugsverdacht.com können bei Fragen behilflich sein und auf Warnzeichen aufmerksam machen. Die Tester der Website erstellen detaillierte Berichte zu den einzelnen Spielewebsites und legen dabei auch die negativen Aspekte offen dar. Auch die Eidgenössische Spielbankenkommission könnte bei Fragen auf esbk.admin.ch weiterhelfen. Dadurch können zweifelnde Spieler, egal ob sie bereits Erfahrung besitzen oder noch neu in der Welt des iGaming sind, ihre Nerven beruhigen und Themen wie die Manipulation der Software leicht einsehen.

Ein Nachteil für die Spieler?

Für die Spieler stellt das möglicherweise einen Nachteil dar, denn die hohe Konkurrenz, die am europäischen und internationalen Glücksspielmarkt herrscht, ist in dieser Form nicht gegeben: Es gibt fortan ein viel kleineres Angebot, was also den Wettbewerb unter den Betreibern einschränkt. Herrscht nämlich ein grösserer Wettkampf zwischen den Anbietern, so kann das für Kunden unter Umständen niedrigere Preise und bessere Konditionen bedeuten. Die Unternehmen müssen sich um ihre Kundschaft intensiver bemühen und bieten ihnen daher oft bestimmte Vorteile wie bessere Boni, Freispiele oder ein grösseres Spieleangebot an. Auf der anderen Seite sind Schweizer Casinos nun nicht mehr dem Druck ausgesetzt, mit ausländischen Anbietern konkurrieren zu müssen, doch das Risiko bleibt erhalten.

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Welche Auswirkungen könnte das Gesetz auf Europa haben?

Das äusserst strenge Glückspielgesetz der Schweiz könnte sich auch auf den Markt des restlichen Europas auswirken. Schliesslich könnten andere Länder nachziehen. Es handelt sich beim neuen Beschluss um die strikteste Rechtslage in Europa, die viele Anbieter vor ein Problem stellt. Die europäischen Länder, welche die meisten Geldspielanbieter regulieren und streng überwachen, sind Malta mit der Malta Gaming Authority (MGA) und Gibraltar mit der jeweils zuständigen Behörde. Auch in Grossbritannien werden viele Online Casinos (von der Gambling Commission) lizenziert und geprüft. Diese Einrichtungen sind also für einen beachtlichen Teil des Angebots in Europa zuständig und ermöglichen es so, Kunden aus ganz Europa mit Spielen zu versorgen. Setzen immer mehr Länder strenge Gesetze durch, könnte sich der Trend fortsetzen. Wie bereits besprochen könnte das einen Nachteil für Kunden bedeuten.

Fazit

Die Politikerin Simonetta Sommaruga erklärte, dass bis zum Jahr 2018 in der Schweiz etwa 250 Millionen Schweizer Franken jährlich für unregulierte Glücksspielanbieter mit Sitz im Ausland ausgegeben wurden. Daher möchte die lokale Glücksspielbehörde stärker durchgreifen und Schweizer Anbieter bevorzugen. Doch ob das auch tatsächlich für die Spieler einen Vorteil darstellt, lässt sich noch nicht genau sagen. Aufgrund des viel kleineren Wettbewerbs kann man jedoch vermuten, dass Bonuskonditionen und andere Vorteile wegfallen werden. Auch betrügerisches Verhalten könnte durch das Verbot zunehmen, was für die Kunden bedeuten würde, dass bessere Vorsichtsmassnahmen ergriffen werden sollten. Das Lesen von Testbewertungen und Kundenmeinungen kann dabei behilflich sein.

 

Symbolbild: Soumil Kumar from Pexels

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